Connect. Discover. Grow.

XCHANGEonline – Online Austausch

XCHANGEonline

Entstanden aus den PLAYropes ist XCHANGEonline ein Online Austauschformat rund um Shibari und die damit verbundenen Gefühle und Gedanken.
Eine gemütliche Gesprächsrunde, locker moderiert. Wir sprechen über faszinierende Themen rund ums Fesseln. Dieses Jahr wollen wir das Gefäss als Wrap Up für die Themen der PLAYropes nutzen und Fragen diskutieren, die in der Gruppe aufgekommen sind.


Für wen?

Für alle Menschen, die sich in einer Form für Shibari begeistern und sich online mit Gleichgesinnten zu einem vorgegebenen Thema austauschen möchten.
ONLINExchange ist auch offen für Leute, die nicht an den vorherigen PLAYropes waren. Wir hoffen, dadurch noch mehr verschiedene Perspektiven zu entdecken.


Struktur & Ablauf

XCHANGEonline ist eine von kamicane und pikushii moderierte, gemütliche Gesprächsrunde mit faszinierenden Themen rund ums Fesseln. Diese online Gesprächsrunde lebt von den Teilnehmenden. kamicane und pikushii bleiben möglichst im Hintergrund und halten mit gezielten Fragen den Austausch am Laufen. Das meiste wird sich durch euch, eure Gedanken, Gefühle und Erfahrungen ergeben. Wir nehmen uns bewusst zurück, denn Meinungsaustausch ist nicht wenn ihr eure Meinung durch unsere tauscht. 
Austausch lebt von Gesichtern und deren Mimik. Wir haben daher entschieden, dass alle Teilnehmenden die Videokamera eingeschaltet haben und sichtbar sein müssen. Teilnehmende ohne Video werden aus dem Videocall entfernt.
Es ist jederzeit freiwillig, Gedanken zum Thema zu teilen. Zieht euch jederzeit zurück, wenn ihr eine Pause braucht, wir lassen euch wieder herein.


Wann – Termine & Themen

Ein Mittwoch im Quartal gemäss Terminkalender.

Jeweils von 20:00 bis 22:00 Uhr. Wir lassen euch auch später herein.

Wir reden über die Session als offenen Raum. Die Session, sie lässt uns Wahrnehmen, Erkunden, Erleben, Fragen, Erlauben, Fordern, Experimentieren, Grenzen setzen, in Verbindung gehen, Gefühle erforschen und so vieles mehr.
Was macht für euch eine Session aus – und wann beginnt sie eigentlich? Vielleicht lange vor dem ersten Seil? Wie verändert eure innere Haltung, eure Erwartung die Art, wie ihr euch begegnet? Braucht ihr vor und in euren Sessions Führung? Und was ist Führung überhaupt?
Wieviel braucht es wirklich, um eine Session intensiv zu gestalten? Was passiert, wenn wir vereinfachen, langsamer werden, direkter – oder bewusst Umwege gehen? Wo liegt die Grenze zwischen subtil und plump?
Und wie wirken Nähe und Distanz? Was verändert sich, wenn wir uns annähern oder bewusst entfernen? Wo entsteht Spannung: im Kontakt, im Abstand, im Blick dazwischen? Kann Distanz verbinden, kann Nähe herausfordern?

Aibu und Seme können eine (erotische) Spannung erzeugen, die weicher und härter zugleich ist. Wie versteht ihr in eurer gelebten Fesselpraxis Aibu und Seme? Wie können Aibu und Seme gleichzeitig wirken? Wie lässt sich körperliches und emotionales Seme mit Aibu verweben, wie als Gegensätze im Einklang einsetzen? Welche Mischung lässt eure Körper schmelzen, erzittern oder innehalten? Fördert Seme die Lust oder braucht es dazu Aibu? Was erotisiert ihr?

Wollen, müssen, dürfen. Drei Worte, die im Alltag oft ineinander übergehen, im Seil aber plötzlich Kontur bekommen. Was treibt mich an? Was halte ich zurück? Was darf überhaupt sein – und für wen? Die Dynamik zwischen Rigger und Bunny ist selten so eindeutig, wie sie scheint. Ma – der Raum zwischen zwei Atemzügen – spielt dabei eine grosse Rolle. Die Pause vor der Berührung. Das Schweigen, das mehr sagt als jede Bewegung. Oft ist es nicht der Moment selbst, der uns berührt – sondern das, was davor liegt. Die Erwartung. Der Hunger. Das bewusste Innehalten, das Lust erst entstehen lässt. Und was, wenn wir es schaffen, alles Denken auszuschalten, alle Erwartungen abzulegen? Wenn wir uns in muga finden, einem meditativen Zustand?

Disziplin und Exposure. Das Seil kann züchtig sein und gleichzeitig alles enthüllen. Was macht der Gedanke der Entblössung, noch bevor sie geschieht? Wann wird Scham zur Erregung, wann zur Überforderung – und wann zu beidem auf einmal?
Hingabe, Führung, Macht. Worte, die Sehnsucht wecken können – oder Widerstand. Wo bewegt ihr euch darin? Was bedeutet es, Kontrolle zu übergeben, zu teilen, zurückzuholen? Führung im Körper fühlt sich anders an als Führung im Geist. Und sexuelle Dominanz ist nochmals etwas anderes – etwas, das oft ganz ohne physische Aktion entsteht und dann umso intensiver wirkt.
Das Seil als Spiegel. Es verstärkt, was in uns ist – Lust, Mut, Scham, Begehren. Aber es verdeckt auch. Manchmal erlaubt es uns, etwas auszuleben, was wir uns sonst verwehren. Manchmal zeigt es uns, was wir von unserem Gegenüber übernehmen – und was davon vielleicht uns selbst gehört.

Anmeldung

XCHANGEonline – Netiquette

Damit XCHANGEonline ein sicherer, respektvoller und bereichernder Raum für alle bleibt, gelten folgende Grundsätze:

Respekt & Wohlwollen

Wir begegnen einander respektvoll, wertschätzend und neugierig. Unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Meinungen sind willkommen. Wir hören zu, ohne zu bewerten oder zu missionieren. Wir versuchen, nichts über andere anzunehmen. Wir kennen uns kaum selbst, noch weniger können wir andere Menschen kennen indem wir sie einfach betrachten.
Nicht alle Teilnehmenden haben dieselben technischen Möglichkeiten oder Highspeed Internet. Wir begegnen uns wohlwollend und begegnen Schwierigkeiten und Herausforderungen geduldig. Sie sind auch eine Chance für persönliches Wachstum.

Perspektive & Konsens

Teile Erfahrungen, Gedanken und Gefühle in Ich-Form. Vermeide Verallgemeinerungen oder Aussagen darüber, wie „man“ etwas sehen oder tun sollte. Teile nur Informationen über andere Menschen, wenn du dazu ihr Einverständnis hast.

Vertraulichkeit

Alles Persönliche, das im Austausch geteilt wird, bleibt im Raum. Erzähle ausserhalb des Calls nichts weiter, was Rückschlüsse auf andere Teilnehmende zulässt. Insbesondere ist es nicht erlaubt, Screenshots oder Aufzeichnungen des Events anzufertigen.

Freiwilligkeit

Du entscheidest jederzeit selbst, ob und wie viel du teilen möchtest. Zuhören ist ebenso wertvoll wie Sprechen. Pausen sind jederzeit möglich.

Raum geben & Raum nehmen

Wir achten auf eine ausgewogene Gesprächsdynamik. Wir lassen andere ausreden und geben verschiedenen Stimmen Platz. Wenn du etwas teilen möchtest, geben wir dir gerne das Wort. Nutze dazu die Möglichkeiten des Online Calls und hebe die Hand.

Sprache

Wir sprechen über sensible Themen rund um Shibari, BDSM, Emotionen und Beziehungen. Verwende eine respektvolle, inklusive Sprache und achte auf Trigger-Sensibilität.

Technik

Video eingeschaltet, Mikrofon stumm, wenn du nicht sprichst. Natürlich kannst du kurz Pause machen und in der Zeit das Video ausschalten. Melde uns dies einfach im Voraus im Chat an. Sorge für eine ruhige Umgebung, damit der Austausch für alle angenehm bleibt.

Grenzen & Konsens

Wir respektieren Grenzen. Dazu gehören in erster Linie unsere eigenen Grenzen. Achte auf deinen Körper, iss oder trink wann immer du willst.
Mit deiner Teilnahme an XCHANGEonline gibst du deinen Konsens, Gespräche rund um Shibari, BDSM, Sexualität, Emotionen und Beziehungen teilzunehmen. Es ist möglich, dass wir im Rahmen von Präsentationen Bilder zeigen. Wir geben uns Mühe, potentielle Trigger im Voraus anzukündigen. Du kannst die Präsentation jederzeit ausblenden oder die Veranstaltung ohne Nachteile verlassen.
Wenn die Moderation eingreift, geschieht dies immer zum Schutz des gemeinsamen Raums und ist nie ein persönlicher Angriff.